Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB informiert: Alkohol am Arbeitsplatz kann Versicherungsschutz gefährden

Steht ein Mitarbeiter am Arbeitsplatz unter Alkoholeinfluss, läuft er Gefahr, nicht mehr gesetzlich unfallversichert zu sein.

Foto: Gabi Eder/pixelio.de

Der Grad der Alkoholisierung ist entscheidend dafür, ob ein Mitarbeiter noch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung steht oder nicht – darüber informiert die Berufsgenossenschaft Nahrungsmittel und Gastgewerbe (BGN). Bei Volltrunkenheit eines Mitarbeiters besteht kein Versicherungsschutz! Denn in einem solchen Fall entfällt der juristisch geforderte „innere Zusammenhang“ zwischen versicherter Tätigkeit und dem Unfall: Der stark alkoholisierte Mitarbeiter ist nicht mehr in der Lage, seine Arbeit ausreichend zu verrichten.

Der Versicherungsschutz entfällt auch bei einem Arbeitsunfall, wenn nachgewiesen werden kann, dass Alkoholkonsum die alleinige Ursache für diesen Unfall war und nicht etwa Unaufmerksamkeit oder Übermüdung.

Wichtig ist: Der Vorgesetzte trägt die Verantwortung für Mitarbeiter, die am Arbeitsplatz Alkohol trinken. Wird einem Vorgesetzten nach einem Arbeitsunfall nachgewiesen, dass er von der Alkoholisierung seines Mitarbeiters gewusst hat, kann er in Regress genommen sowie strafrechtlich und zivilrechtlich haftbar gemacht werden.