Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB im Gespräch mit Ministerpräsident Carstensen

In der vergangenen Woche traf sich der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Schaustellerbundes, Helmut Gels, in Kiel mit Vertretern der örtlichen DSB-Verbände, um über die geplante Privatisierung der Volksfeste in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt zu sprechen.

Gesprächsteilnehmer in der Staatskanzlei von Schleswig-Holstein: (von links) Andreas Horlbeck, Bundesfachberater für Bildung; Frank Dörksen, Schaustellerverband Schleswig-Holstein; Ludolf Fock, 1. Vorsitzender Schaustellerverband Schleswig-Holstein; Ministerpräsident Peter Harry Carstensen; DSB-Hauptgeschäftsführer Helmut Gels; Dieter Fehlauer, 1. Vorsitzender Schaustellerverein Westküste. (Foto: DSB)

Seit Jahren schon warnt der DSB vor einer Privatisierung von Volksfesten. "Volksfeste dürfen nicht zum kommerziellen Spielball gemacht werden. Vor allem nicht, da es sich hierbei um Traditionsveranstaltungen von und für Schausteller und Markthändler handelt", sagt Helmut Gels. Veranstaltungen wie Volksfeste, Jahrmärkte und Weihnachtsmärkte sind Veranstaltungen für das Volk und vor allem für die Bürger der jeweiligen Städte", so Gels weiter.
Unterstützung erhält der DSB in seiner Argumentation von höchstrichterlicher Seite: Das Bundesverwaltungsgericht hatte im Mai 2009 in einer grundlegenden Entscheidung zur Frage der Möglichkeit der Privatisierung von traditionellen Volksfesten und Weihnachtsmärkten die Position der Veranstaltungen als Bestandteil der Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft festgestellt und damit in ihrer Bestandssicherung gestärkt.
Bei dem Treffen in Kiel bot sich den Schaustellervertretern die Möglichkeit zu einem Gespräch mit Ministerpräsident Peter Harry Carstensen. Dabei wurden in der Staatskanzlei grundlegende Fragen des Gewerbes, insbesondere zur Zukunft der Volksfeste in Schleswig Holstein diskutiert.
"Es waren intensive und gewinnbringende Gespräche, die wir in der Zukunft verstärken sollten", sagte Helmut Gels abschließend. Ministerpräsident Carstensen unterstrich seine Unterstützung zur Sicherung der Volksfeste in der Region. In diesem Zusammenhang verwies er auf das von der Staatskanzlei ausgewiesene internationale Konzept zum Transfer des Kulturgutes "Volksfest", das im kommenden Jahr umgesetzt werden soll.