Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB-Glühweinstammtisch in Oldenburg

Auf die Bedeutung der Weihnachtsmärkte für die Städte verwies Präsident Albert Ritter anlässlich des Glühweinstammtisch des Deutschen Schaustellerbundes am 6. Dezember 2007 in Oldenburg.

"Ohne Schausteller gäbe es keine Weihnachtsmärkte. Sie sorgen mit ihrer Investitionskraft für das Leben auf den Märkten. Die hieraus entstehenden Synergien sind einzigartig. Weihnachtsmärkte üben für alle Städte eine große Anziehungskraft aus", betonte Ritter. Dazu verwies er auf eine Studie der Universität Bremen, die besagt, dass 80 Prozent der Besucher einer Stadt in der Vorweihnachtszeit als Grund für ihren Besuch den Weihnachtsmarkt angaben. Da die deutschen Weihnachtsmärkte stetig steigende Besucherzahlen aus dem Ausland aufweisen, gäbe es heute schon einige Nachahmer im benachbarten Ausland. So würden in England bereits sieben Weihnachtsmärkte nach deutschem Beispiel stattfinden. In Italien seien es drei und in Irland ein Weihnachtsmarkt. Selbst in Chicago gäbe es heute bereits einen Weihnachtsmarkt nach Nürnberger Art.
Der DSB-Präsident warnte aber eindringlich davor, die Gebühren für Schausteller weiter zu erhöhen. "Die Gebühren müssen maßvoll sein", äußerte er. Sämtliche Kosten bei diesen Märkten würden von den Schaustellern im Umlageverfahren übernommen. Dazu forderte er, dass die erhobenen Standgebühren künftig zweckgebunden für die Werbung für die Märkte verwendet werden.
Eine weitere Forderung von Ritter lautete, dass die Weihnachtsmärkte in den Innenstädten verbleiben sollen. Zudem könne er sich durchaus längere Öffnungszeiten wie beispielsweise in Oldenburg bis 20:30 Uhr vorstellen. Kein Verständnis zeigte er für die Forderung von Kirchenseite, Weihnachtsmärkte nicht schon nach dem Totensonntag zu öffnen. "Rund 100 Millionen Besucher jährlich auf den deutschen Weihnachtsmärkten sind eine eindrucksvolle Abstimmung mit den Füßen", meinte er. Derweil regte er an, dass künftig Kirchenvertreter die Bühnen auf den Weihnachtsmärkten für Gottesdienste nutzen.

Stichwort: Glühwein-Stammtisch
Die Weihnachtsmärkte sind für viele Schaustellerbetriebe in den vergangenen Jahren zu einer unverzichtbaren Einnahmequelle geworden sind. Grund genug für den Deutschen Schaustellerbund, die Weihnachtsmärkte in seine Öffentlichkeitsarbeit verstärkt mit einzubinden. Seit dem Jahr 2001 lädt der DSB am Ende des Jahres gemeinsam mit seinen örtlichen Verbänden Vertreter der Städte, Marketinggesellschaften, Politik und Medien zum Glühwein-Stammtisch.

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