Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB demonstriert Geschlossenheit

Die Großkundgebung des Deutschen Schaustellerbundes nimmt im Programm der Delegiertentage traditionell einen besonderen Platz ein. Es ist die Veranstaltung, in der der DSB seine politischen Meinungen und Forderungen gegenüber der Öffentlichkeit stellt und prominente Gäste aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft aufgefordert werden, Stellung zu aktuellen Themen der Branche zu beziehen. Am 17. Januar 2012 nahmen über 600 Gäste an der Großkundgebung 2012 in Vechta teil.

Jörg Bode, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen

Präsident Albert Ritter

Helmut Gels, Bürgermeister der Stadt Vechta

Olaf Lies, Vorsitzender der SPD-Niedersachsen

Heinrich Timmerevers, Weihbischof im Bistum Münster

Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft

Jürgen Meyer, 1. Vorsitzender des Vereins reisender Schausteller Vechta

Zu Beginn zogen 75 Fahnenabordnungen von Schaustellervereinigungen aus Deutschland und Europa in die festlich geschmückte Auktionshalle des Oldenburger Pferdezentrums ein und boten den Gästen ein imposantes Bild. Als Ehrengäste hieß Präsident Albert Ritter Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode, Bürgermeister Helmut Gels, Niedersachsens SPD-Chef Olaf Lies, Weihbischof Heinrich Timmerevers, Jürgen Meyer, 1 Vorsitzender des ausrichtenden Vereins reisender Schausteller Vechta und Uwe Seeler, Ehrenspielführer der Deutschen Fußball-Nationalmannschaft, herzlich willkommen.
Präsident Ritter richtete den dringenden Appell an die Politiker im Land, das Schaustellergewerbe vor weiteren bürokratischen Hemmnissen zu bewahren. Das Mittelstandsentlastungsgesetz müsse in den Bundesländern konsequent umgesetzt werden. Mit Blick auf die Diskussion um Sicherheitskonzepte für Volksfeste sagte Ritter: „Finger weg von einer Überregulierung.“ Das Thema Sicherheit auf den Plätzen solle nicht in den Amtsstuben, sondern vor Ort mit den Schaustellern, als den wahren Kirmesexperten, diskutiert und beraten werden. Der Präsident mahnte an, dass die gesetzlichen Rahmenbedingungen für das Gewerbe stimmen müssten, damit das Kulturgut Volksfest weiterhin eine Zukunft habe. Als einen großen Erfolg und positives Signal bezeichnete Ritter den reduzierten Mehrwertsteuersatz für Imbissbetriebe, der von einem Schausteller vor dem Bundesfinanzhof erstritten worden sei.
Landeswirtschaftsminister Bode bezeichnete die Volksfeste und Weihnachtsmärkte als wichtige Marketing- und Wirtschaftsfaktoren. Er appellierte an die Städte, die Veranstaltungen in das Stadtbild zu integrieren. „Volksfeste gehören ins Zentrum“, sagte Bode. „Volksfest bedeutet Leben und Kultur. Das müssen sich die Kommunen immer vor Augen halten“, so der Landeswirtschaftsminister. Er lud die Schausteller ein, sich bei Problemen zu melden, in seinem Hause träfen sie auf offene Ohren.
Bürgermeister Helmut Gels verwies auf die enge Verbundenheit zwischen der Stadt Vechta und den Schaustellern. Sie hätten einen bedeutenden Anteil an der Beliebtheit des Stoppelmarktes. Bürgermeister Gels versicherte, dass es in Vechta keine Erhöhung der Standgelder geben werde.
Der SPD-Landesvorsitzende in Niedersachsen, Olaf Lies, setzte sich in seiner Rede für eine bundesweite Ausnahmeregelung von Schaustellerfahrzeugen in Umweltzonen ein. Er kritisierte die Haltung von Bürgern, die sich über die Lautstärke von Volksfesten beklagten. „Die Leute sollen sich nicht beklagen, sondern mitfeiern“, sagte Lies unter dem Beifall der Kundgebungsteilnehmer.