Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB demonstriert Geschlossenheit

Vom 15. bis 16. November 2011 fand in Oberhausen die 175. Hauptvorstandssitzung des Deutschen Schaustellerbundes statt.

Der DSB-Vorstand vor dem Tagungszentrum in Oberhausen. Foto: DSB

Zu Beginn der Tagung in der Luise-Albertz-Halle informierte das Präsidium die Vorstandsmitglieder über die Gespräche, die im Laufe des Jahres auf europäischer, Bundes-, Landes- und Kommunalebene zur Sicherung des Schaustellergewerbes geführt wurden.
Einen Schwerpunkt in Oberhausen bildete das Thema Sicherheit auf Großveranstaltungen. Als Gast referierte Staatssekretär Dr. Hans-Ulrich Grüger vom Innenministerium des Landes Nordrhein-Westfalen über die aktuelle politische Entwicklung. Er betonte die notwendige Zusammenarbeit von Veranstaltern und Schaustellern, um den Besuchern die größtmögliche Sicherheit auf den Plätzen bieten zu können.
Präsident Albert Ritter bezeichnete die Ankündigung der deutschen Bundesregierung, die Ratifizierung der UNESCO Konvention zum immateriellen Kulturerbe voranzutreiben, als einen großen Erfolg für die Arbeit des Deutschen Schaustellerbundes. Nach der erfolgten Ratifizierung werde der DSB sich dafür einsetzen, die Aufnahme der hiesigen – und weltweit einmaligen – Volksfestkultur in die Liste zu beantragen. „Davon verspricht sich der Deutsche Schaustellerbund auch einen Schutz für das Volksfest in seiner ursprünglichen und damit familienfreundlichen Form“, sagte Ritter.

Präsident Ritter hieß im Namen des Vorstands den neuen Geschäftsführer Frank Hakelberg recht herzlich willkommen. Der 45-jährige Frank Hakelberg ist Volljurist und PR-Profi. Nach dem Studium war er zehn Jahre als Rechtsanwalt in Berlin tätig, bis er 2006 in die Kommunikationsbranche wechselte. Bei seiner Vorstellung sagte Hakelberg, er freue sich auf die Zusammenarbeit, für die er vor allem seine langjährigen Erfahrungen als Jurist und Marketingexperte einbringen möchte.
Im Bereich der Berufsfragen diskutierte der Vorstand u.a. die aktuelle Situation beim Thema Umweltzonen und die Ergebnisse der Sitzung des Arbeitskreises Fliegende Bauten.

Den Schwerpunkt bei den Organisationsfragen bildeten die Vorbereitungen zum Delegiertentag 2012 in Vechta sowie die Aufnahmen des Thüringer Schausteller-Vereins und des Schaustellervereins Westmecklenburg in den DSB. Die Beratungen über die DSB-Marketingaktionen, Aktuelles aus der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und Finanzfragen komplettierten das umfangreiche Tagungsprogramm von Oberhausen.

Zum Abschluss der Arbeitstagung zeigte sich Präsident Albert Ritter mit dem Verlauf und den Ergebnissen sehr zufrieden und erklärte: „Es war eine gut besuchte Veranstaltung, die gezeigt hat, dass die Maxime „Einigkeit macht stark!“ keine leere Worthülse ist.“ Die zahlreichen Themen seien sehr ernsthaft und demokratisch diskutiert worden und man sei in vielen Bereichen zu Lösungsansätzen gelangt, betonte der DSB-Präsident.
Ritter dankte dem 1. Vorsitzenden des Vereins reisender Schausteller Oberhausen, Ronny Schütze, und seiner Mannschaft für eine hervorragende Ausrichtung.
Die 175. Hauptvorstandssitzung wurde begleitet von einem attraktiven Rahmenprogramm. Am Vorabend hatte Oberbürgermeister Klaus Wehling die Verbandsvertreter zu einem Empfang ins Rathaus eingeladen. Dabei lobte Präsident Ritter die traditionell gute Zusammenarbeit zwischen Behörden und Schaustellern im Ruhrgebiet.
Die Stadt Iserlohn ist vom 16. bis 17. November 2012 Gastgeber der 176. Hauptvorstandssitzung.