Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




DSB appelliert an Volksfestveranstalter

Für die deutschen Schausteller ist es ein großes Problem – und permanentes Ärgernis: Die Platzzusagen einzelner Veranstalter und die damit verbundenen vertraglichen Beziehungen von Schaustellern und Veranstaltern werden regelmäßig einseitig im Interesse der Veranstalter von Volksfesten gestaltet. Der Deutsche Schaustellerbund fordert daher für die Schaustellerbetriebe eine zeitliche Planungssicherheit, die rechtzeitige Bekanntgabe verbindlicher Platzzuweisungen sowie Mitteilungen über die Art und Zusammensetzung der Schaustellergeschäfte auf den jeweiligen Veranstaltungen.

Damit Volksfeste reibungslos funktionieren können, brauchen Schausteller Planungssicherheit. Foto: DSB

Die Schausteller sind für ihre Saisonplanung darauf angewiesen, dass Veranstalter zeitnah nach Bewerbungsschluss eine verbindliche Entscheidung über die Zulassung der Teilnehmer treffen und diese den Bewerbern auch unverzüglich mitteilen. Nur so können Schausteller ihre Jahresplanung frühzeitig und ohne vielfache Bewerbungen für verschiedene Veranstaltungen gestalten.
Außerdem ist es für die Schausteller zur Beurteilung des wirtschaftlichen Erfolges einer Veranstaltung wichtig zu wissen, welche Art von Geschäften auf der jeweiligen Veranstaltung zugelassen werden sollen. Die Entscheidung, ob die Teilnahme wirtschaftliche sinnvoll ist, können Schausteller nur dann treffen, wenn ihnen bereits rechtzeitig und verbindlich vor dem jeweiligen Vertragsabschluss die Art und Zusammensetzung der Geschäfte mitgeteilt wurde.

Keine Haftungsfreizeichnung durch den Veranstalter
Der Deutsche Schaustellerbund ist gegen eine vollständige Haftungsfreizeichnung durch den Veranstalter. Die Vereinbarungen zwischen Veranstalter und Schausteller enthalten oft einen Haftungsausschluss, mit dem der Veranstalter das Haftungsrisiko komplett auf den Schausteller überträgt. Die Veranstalter zeichnen sich üblicherweise von allen Schadensersatzansprüchen, die Schausteller stellen könnten – zum Beispiel bei der Vergabe eines schlechteren als des zugesagten Standortes für das Geschäft oder bei ungeeigneter Bodenbeschaffenheit des Veranstaltungsortes – durch schriftliche Vereinbarung frei. Das ist ein Beleg für ein nicht partnerschaftliches Miteinander. Der Deutsche Schaustellerbund fordert hier eine ausgewogene Risikoverteilung. Das Haftungsrisiko kann nicht vollständig bei den Schaustellern liegen.