Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Die Lust für’s Volksfest wecken! – Folge 4: Qualität und Sicherheit bieten!

Mit dem richtigen Marketingkonzept Volksfestplätze füllen.

„Wo Jahrmarkt ist, ist pures Leben.“

Fotos: Rainer Schulz /DSB

Die deutsche Volksfestkultur hat eine lange Tradition. Schon seit Jahrhunderten vergnügen sich Jung und  Alt beim gemeinsamen Volksfestbesuch. In den vergangenen Jahren haben wir Schausteller eine Menge Konkurrenz von einer Vielfalt neuer Freizeitmöglichkeiten bekommen. In diesem „Freizeitdschungel“ (TV, Internet, Kino, Videospiele etc.) müssen wir Schausteller uns behaupten und den Menschen kommunizieren: Kommt auf unsere Volksfeste, wir bieten euch Spaß und Unterhaltung für die ganze Familie  – und zwar mit Qualität! In den letzten Ausgaben des Komet haben wir aufgezeigt, was zu einem strategischen Marketingkonzept alles dazu gehört:

Erstens müssen wir Kontakte zu Entscheidungsträgern aus Politik, Wirtschaft und Medien fördern und pflegen (Komet Nr. 5451). Zweitens müssen wir kreativ sein und mit der richtigen Werbung die Menschen ansprechen (Komet Nr. 5453). Drittens müssen wir heutzutage mehr Abwechslung vom altbekannten Volksfestbesuch bieten, z.B. mit unterschiedlichen Thementagen und Events (Komet Nr. 5454).

Auf unseren Festen müssen wir uns dabei immer im richtigen Licht präsentieren. Dazu gehört es, schon in der gemeinsamen Planung mit dem Veranstalter des Volksfestes klarzumachen: Wir wollen Qualität bieten – nicht nur an den einzelnen Schaustellergeschäften, sondern im Gesamtpaket. Damit wir mit dem Veranstalter an einem Strang ziehen und die Volksfeste gemeinsam nach vorne bringen können, ist ein gutes, respektvolles Verhältnis zueinander sehr wichtig.

 

Strategie No. 4: Qualität und Sicherheit bieten!

  • Die Mischung macht‘s! Auf einem qualitativ hochwertigen Volksfest präsentiert sich die ganze Vielfalt der Schaustellerbetriebe. Ein beispielsweise mit Verzehrgeschäften überladenes Volksfest ist eintönig und hat den Charme eines traditionellen Volksfestes längst verloren.
  • Zu einem gelungen Gesamterscheinungsbild gehört es, die Geschäfte sinnvoll zu platzieren: Geschäfte mit Musikanalgen und Mikrofonen sollten beispielsweise nicht gegenüber oder unmittelbar nebeneinander aufgebaut werden.
  • Gut abgestellt: Wichtig ist es außerdem, gut ausgeleuchtete und befestigte Parkplätze zu fairen Parkplatzgebühren zur Verfügung zu stellen.
  • Die Sicherheit auf dem Volksfestgelände muss durch Polizeipräsenz sichtbar und gewährleistet sein.
  • Menschen mit Behinderung sowie ältere Menschen sollen ebenso in den Genuss eines Volksfestbesuches kommen. Sie sollten ungehindert, d.h. möglichst barrierefrei, zu Attraktionen und Lokalitäten kommen. In Zusammenarbeit mit der Stadt kann ein spezieller (Begleit-)Service für diese benachteiligten Personengruppen eingerichtet werden.
  • Wer muss, der muss: Eine ausreichende Anzahl an sauberen Sanitäranlagen, die in regelmäßigen Abständen gereinigt werden, verteilt auf dem Veranstaltungsgelände, ist ein MUSS einer guten Volksfestplanung. Dazu gehören auch Babywickelräume.
  • Schnell entsorgt: Vermüllte Volksfestplätze machen keinen guten Eindruck auf unsere Besucher. Deswegen muss für ausreichend Mülltonnen gesorgt werden. Diese müssen in regelmäßigen Abständen – auch noch während des Volksfestbetriebes! – geleert werden. Auch extra dafür abgestelltes Personal kann sich um die Sauberkeit auf dem Volksfestplatz kümmern.

Wer die letzten Folgen verpasst hat, findet auf http://www.dsbev.de/mitgliederbereich/fachthemen/verschiedenes alle Artikel unserer Reihe „Die Lust für’s Volksfest wecken“ noch einmal zum Nachlesen.