Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Die Johanneskirmes darf nicht sterben!

ArGE NRW organisiert Bürgergespräch zur Zukunft der Johanneskirmes in Bottrop-Kirchhellen

Schausteller demonstrieren für die Zukunft der Bottroper Johanneskirmes!

Die Zukunft der traditionsreichen Bottroper Johanneskirmes ist bedroht. Auf Initiative einzelner politischer Vertreter der Stadt soll die beliebte Kirmes nicht mehr durchgeführt werden. Die Vermutung liegt nahe, dass Konkurrenzveranstaltungen, wie die Bauernolympiade und das Spargelspitzenfest, diese Entscheidung beeinflusst haben. Die Schausteller und Stammbeschicker aus der Region wehren sich gegen das plötzliche Aus auf Ratsbeschluss! Denn auf der Bottroper Johanneskirmes kommen Jahr für Jahr Familien und Freunde aus der ganzen Nachbarschaft sowie Besucher aus aller Welt von jung bis alt zusammen. Aus Sicht vieler Bürgerinnen und Bürger sowie der Schausteller gibt es keine nachvollziehbaren Gründe dafür, die Kirmeskultur in Bottrop-Kirchhellen sterben zu lassen!

Am 12. Mai organisierte die Arbeitsgemeinschaft der Schausteller in NRW (ArGe) deshalb gemeinsam mit den Stammbeschickern ein offenes Bürgergespräch zur Zukunft der Johanneskirmes. Mit dabei waren der erste stellvertretende Bezirksbürgermeister Bernhard Steinmann sowie weitere politische Entscheidungsträger, die Hauptpressevertreter der Stadt und Vertreter der Werbegemeinschaft Kirchhellen. Auch Schaustellerseelsorger Pfarrer Sascha Ellinghaus war gekommen, um die Forderung der Schausteller nach Erhalt der Johanneskirmes zu unterstützen. DSB-Präsident und ArGe-Vorsitzender Albert Ritter stellte gleich zu Beginn des Gesprächs klar: "Die Ausrichtung traditioneller Volksfeste, wie der Johanneskirmes, ist ein Stück Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt. Es kann nicht sein, dass sich die Stadtverwaltung dieser Verantwortung einfach entzieht." Doch für die Schausteller geht es auch um die Sicherung ihrer Existenz. Deshalb waren sie der Stadt bereits zuvor entgegengekommen und hatten vorgeschlagen, die Kirmes eigenverantwortlich durchzuführen – obwohl sie selbst die Privatisierung von kommunalen Veranstaltungen im Grunde ablehnen. Die Stadtverwaltung lehnte dies aus formalen Gründen ab. Während der intensiven Diskussionen betonten die Schausteller, es gäbe keine nachvollziehbaren Gründe dafür, die Bottroper Johanneskirmes sterben zu lassen. Eine endgültige Einigung konnte nach den Verhandlungen noch nicht erzielt werden, doch auf Druck der Schausteller und aufgrund von Nachfragen der Presse kommt nun wieder Bewegung in die Sache. Die DKP-Ratsherr Michael Gerber sagte den Schaustellern seine Unterstützung zu. Das letzte Wort zur Zukunft der Johanneskirmes ist noch nicht gesprochen.