Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Deutsche Weihnachtsmärkte: Wirtschaftskraft und Brauchtumspflege

Die Weihnachtsmärkte in Deutschland sind ein wichtiger Kultur- und Wirtschaftsfaktor. Sie dienen der Brauchtumspflege und haben so ihren unverzichtbaren Stellenwert in der deutschen Freizeit- und Tourismuslandschaft.

Am 2. Dezember 2009 hatte der Deutsche Schaustellerbund zum traditionellen Glühweinstammtisch nach Chemnitz geladen. Dabei tauschten sich unter anderem Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig, Michael Quast, Geschäftsführer der City-Management und Tourismus Chemnitz GmbH, Präsident Albert Ritter, Hauptgeschäftsführer Helmut Gels und der 1. Vorsitzende des Mittelsächsischen Schaustellerverbandes, Klaus Illgen, über die wirtschaftliche und kulturelle Bedeutung der Weihnachtsmärkte aus.

 

DSB-Glühweinstammtisch in Chemnitz mit Fred Katzschmann; Peter Hickmann, 2. Vorsitzender Mittelsächsischer Schaustellerverband (MSV); Hauptgeschäftsführer Helmut Gels; Präsident Albert Ritter; Oberbürgermeisterin Barbara Ludwig; Klaus Illgen, 1. Vorsitzender MSV; Lothar Walter; Arndt Drechsler, Geschäftsführer MSV (v.l.)

Auf den Weihnachtsmärkten in Deutschland herrscht trotz Wirtschaftskrise Hochkonjunktur. Der Deutsche Schaustellerverband rechnet auch in diesem Jahr mit mehr als 50 Millionen Besuchern. Dazu stellte Präsident Ritter fest: "Die Leute haben oft nicht mehr genug Geld für eine Urlaubsreise. Also geben sie das, was sie haben, bei Volksfesten oder eben auf Weihnachtsmärkten aus." Die Einnahmen seien für die Schausteller einfach unverzichtbar. Das Geld für Investitionen im Sommer, etwa für ein Kinderkarussell, würde im Winter auf Weihnachtsmärkten mit Verkaufsständen verdient. Ritter betonte die Bedeutung dieser Veranstaltungen als wichtige Einnahmequelle für die Branche. Für die Städte seien sie eine große kulturelle und soziale Bereicherung.
Hauptgeschäftsführer Gels verwies auf die Rolle der Kommunen bei der Sicherung des Kulturgutes Weihnachtsmarkt. "Eine besondere Bedeutung im Zusammenhang mit dem Thema Weihnachtsmarkt hat sicherlich die Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts, die die Position der Weihnachtsmärkte und Volksfeste wesentlich gestärkt hat", sagte Gels. Mit ihrem kulturellen, sozialen und traditionsbildenden Charakter seien die Feste zweifelsfrei ein Bestandteil der Angelegenheit der örtlichen Gemeinschaft. Die Qualität der Weihnachtsmärkte liege damit auch in der Verantwortlichkeit der Kommunen.

Hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt
Einigkeit herrschte beim DSB-Glühweinstammtisch auch darüber, dass an den Öffnungszeiten des Chemnitzer Weihnachtsmarktes nichts geändert werde. Die Einnahmen am Abend würden hauptsächlich von den Glühweinbuden gemacht und nach Schluss des Weihnachtsmarktes könne bei Bedarf in Kneipen und Restaurants weitergefeiert werden. Oberbürgermeisterin Illgen dankte dem Marktamt für die hervorragende Zusammenarbeit mit den Schaustellern und hob die besonders authentische Atmosphäre des Chemnitzer Weihnachtsmarktes hervor.
Alljährlich in der Adventszeit verwandelt sich das Areal um das Chemnitzer Rathaus in eine erzgebirgische Weihnachtswelt. Mehr als 170 festlich geschmückte Hütten bieten dem Besucher original erzgebirgische Volkskunst, Baumschmuck, Adventsgestecke sowie weihnachtliche und kulinarische Genüsse.