Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Deutsche sind in Volksfestlaune - Schausteller trotzen der Finanzkrise

Trotz der globalen Finanzkrise lassen sich die Bundesbürger ihren Spaß auf den Volksfesten nicht verderben. Zur Halbzeit der Saison 2009 spricht der Deutsche Schaustellerbund (DSB) von stabilen Besucherzahlen und zufriedenstellenden Umsätzen.

Pressegespräch des DSB mit Pressereferent Christoph Jansen, Präsident Albert Ritter und Hauptgeschäftsführer Helmut Gels (v.l.)

"Auf den Volksfesten wird die Freizeit zum Vergnügen, hat die Lebensfreude – auch in Krisenzeiten – Konjunktur", sagte DSB-Präsident Albert Ritter am 18. Juni 2009 im Rahmen eines Pressegespräches in Berlin. Die Menschen seien nach wie vor bereit, Geld auf den Plätzen auszugeben. Neben dem "Wohlfühl-Effekt" sieht Ritter in neuen Marketingaktionen und verbesserten Angeboten auf den Volksfesten sowie der niedrigen Inflationsrate in den vergangenen Monaten weitere Gründe für die positive Entwicklung im Schaustellergewerbe.
In einer repräsentativen Umfrage bezeichneten Anfang Juni über
50 Prozent der befragten Schaustellerbetriebe den Verlauf der Frühjahrsveranstaltungen als zufriedenstellend. Rund ein Viertel der Befragten rechnet gegenüber dem Vorjahr mit einem leichten Umsatzplus. Im Jahr 2008 generierten Volksfeste in Deutschland einen Gesamtumsatz von zwei Milliarden Euro.
Nach Einschätzung des Deutschen Schaustellerbundes hat sich auch das Investitionsprogramm der Bundesregierung positiv auf das Konsumverhalten der Menschen ausgewirkt. Ob die Feierlaune auf den Volksfesten auch in den kommenden Monaten konstant bleibe, hänge aber entscheidend von der Lage auf dem Arbeitsmarkt ab, betonte Albert Ritter.

Schausteller fordern Bestandsgarantie für das Kulturgut Volksfest
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und kulturellen Bedeutung der Volksfeste fordert der Deutsche Schaustellerbund eine Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut. "Damit wäre eine besondere Schutzfunktion verbunden", sagte DSB-Hauptgeschäftsführer Helmut Gels. "Den öffentlich-rechtlichen Einrichtungen würde gleichzeitig die Verpflichtung auferlegt, diesen Kulturgütern einen besonderen Bestandschutz zukommen zu lassen und alle ihnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten einzusetzen, das geschützte Gut aktiv und dauerhaft zu sichern." Der Anspruch auf Anerkennung sei auch deshalb gerechtfertigt, weil Volksfeste über Jahrhunderte hinweg die Gemeinwesen und die dort lebenden Menschen entscheidend mitgeprägt und entwickelt hätten. "Viele Städte und Gemeinden verdanken heute ihre Existenz den vor Jahrhunderten abgehaltenen Märkten und Volksfesten", sagte Helmut Gels.