Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Der DSB informiert: Sonderregelung für Arbeitszeiten auf Volksfesten

Auf Volksfesten darf bis zu 70 Stunden die Woche ohne behördliche Genehmigung gearbeitet werden.

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Grundsätzlich gilt für alle Arbeitnehmer in Deutschland der 8-Stunden-Tag im Rahmen einer 6-Tage-Woche (Montag bis Samstag). Das heißt 48 Stunden pro Woche sind die maximal zulässige Arbeitszeit.

Von diesem Grundsatz kann ohne behördliche Genehmigung dahingehend abgewichen werden, dass die tägliche Arbeitszeit auf 10 Stunden maximal erhöht wird, wenn innerhalb von sechs Monaten so Ausgleich geschaffen wird, dass im Durchschnitt maximal 48 Stunden die Woche gearbeitet wurde.

Für Volksfeste gilt zudem die Ausnahme des § 10 Abs. 1 Nr. 9 Arbeitszeitgesetz, der eine Beschäftigung von Arbeitnehmern auf Volksfesten (auch Auf- und Abbau) an Sonn- und Feiertagen erlaubt. Das heißt, dass auf Volksfesten 7 Tage die Woche 8 Stunden bzw. maximal 7 Tage die Woche 10 Stunden gearbeitet werden kann, ohne dass eine behördliche Genehmigung erforderlich wäre, wenn innerhalb von sechs Monaten so Ausgleich geschaffen wird, dass im Durchschnitt maximal 48 Stunden die Woche gearbeitet wurde.

Zu beachten ist jedoch, dass der Gesetzgeber für eine Sonntagsbeschäftigung einen Ausgleich in Form eines Ersatzruhetages fordert, der innerhalb eines Zeitraums von zwei Wochen (einschließlich des Beschäftigungstages) zu gewähren ist (§ 11 Abs. 3 Arbeitszeitgesetz).

Werden Arbeitnehmer an einem Feiertag beschäftigt, der auf einen Werktag fällt, muss hierfür ein Ersatzruhetag binnen acht Wochen eingeräumt werden.

Der Ersatzruhetag für einen Sonntag kann auch schon im Vorfeld gewährt werden.

Es gilt die Grundregel, dass ein Arbeitnehmer nicht länger als 13 Tage am Stück arbeiten darf. Dann ist ein Ersatzruhetag zu gewähren.

Arbeitszeiten oberhalb von 10 Stunden täglich sind grundsätzlich erlaubnispflichtig. Sie können gemäß § 15 Abs. 1 des Arbeitszeitgesetzes bei Vorliegen der Voraussetzungen durch die Aufsichtsbehörde auf Antrag zugelassen werden. Eine Liste mit den vor Ort zuständigen Aufsichtsbehörden finden Sie online im DSB-Mitgliederbereich (www.dsbev.de/mitgliederbereich). Ein entsprechender Musterantrag ist ebenfalls online und bei der Hauptgeschäftsstelle des Deutschen Schaustellerbundes e.V. erhältlich.