Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Demografischer Wandel verändert Besucherbild auf Volksfesten

Der demografische Wandel verändert unser Land. Nach Informationen des Bundeswirtschaftsministeriums wird Deutschland im Jahr 2035 eine der ältesten Bevölkerungen der Welt haben. Knapp die Hälfte der Menschen wird dann 50 Jahre und älter, jeder dritte Mensch älter als 60 sein. Alt werden bei guter Gesundheit und in guter Verfassung ist nicht nur für den einzelnen Menschen ein Gewinn; auch Gesellschaft und Wirtschaft profitieren, wenn sie in wachsendem Maße auf die Potenziale älterer Menschen zurückgreifen.

Volksfeste: Freizeitvergnügen für Jung und Alt. Foto: DSB

Der demografische Wandel betrifft auch die Schaustellerbranche, „denn langfristig wird er das Besucherbild auf den Volksfestplätzen verändern“, betont Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerbundes. Die strategische Ausrichtung eines Schaustellerunternehmens müsse nicht zuletzt vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung hinterfragt und neu aufgestellt werden. „Die Auswirkungen sind in weiten Teilen gestaltbar und bieten auch für uns Schausteller neue Chancen und Möglichkeiten. Auf diesen Wandel müssen wir uns bereits in der Gegenwart einstellen, um in der Zukunft gerüstet zu sein“, so Präsident Ritter.
Der Deutsche Schaustellerbund hatte Anfang November an einer Informationsveranstaltung der IHK Berlin unter dem Titel „Oldies but Goldies – Generation 50+ als Kunden von morgen“ teilgenommen. Ein Schwerpunkt war die Vorstellung der Initiative „Wirtschaftsfaktor Alter“ der Bundesregierung.
Die Initiative zielt sowohl auf die Erhöhung der Lebensqualität älterer Menschen, als auch auf die Stärkung von Wirtschaftswachstum und Beschäftigung und möchte Senioren-, Wirtschafts- und Verbraucherpolitik miteinander verbinden.
Guter Service, hohe Qualität und Komfort, so die Initiatoren, seien Anforderungen der erfahrenen älteren Kundschaft. Unternehmen, u.a. aus der Freizeit- und Unterhaltungsindustrie, die sich strategisch darauf einstellen würden, könnten sich nachhaltig Wettbewerbsvorteile verschaffen. Zumal Service, Qualität und Komfort allen Kundengruppen einen Vorteil böten.
DSB-Hauptgeschäftsführer Helmut Gels unterstreicht den Handlungsbedarf für die Schaustellerbranche: „Mit ihren Lebenseinstellungen werden die nachrückenden Senioren das bisher übliche Bild eines älteren Konsumenten wahrscheinlich nachhaltig verändern. Wir dürfen nicht ignorieren, dass es künftig weniger Haushalte mit Kindern geben wird, dafür mehr Haushalte mit älteren Paaren oder Singles. Auch das wird Auswirkungen darauf haben, was die Menschen benötigen, oder wie sie ihre Freizeit gestalten werden“.
Weitere Informationen zur Initiative des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Internet unter www.wirtschaftsfaktor-alter.de.