Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Berufliche Kompetenzen für Schausteller! (Kopie 1)

DSB-Präsident Albert Ritter bei BeKoSch-Treffen in Herne

Von rechts: Herr Brechtken (Mulvany-Berufskolleg Herne), Herr Arens, Herr Ritter, Herr Sagorny (Emschertal-Berufskolleg Herne, Herr Flucks (Emschertal-Berufskolleg Herne), Frau Schmidt-Huckebrink (Bezirksregierung Arnsberg), Herr Assmann (Bezirksregierung Arnsberg), Herr Berkenkötter (Mulvany-Berufskolleg Herne).

Seit bereits mehr als zehn Jahren werden die Berufsbildungslehrgänge der Berufskollegs der Stadt Herne in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, der Bezirksregierung Arnsberg und den beiden Schaustellerverbänden angeboten. Unterstützt werden sie von der Europäischen Kommission. Aus Anlass dieser langjährigen Bildungskooperation hatte die Bezirksregierung Arnsberg Mitte September zu einem "Runden Tisch" mit den Beteiligten eingeladen, um das bisher erreichte zusammenzufassen, aber auch, um einen kritischen Blick auf die effektive Durchführung der Lehrgänge zu werfen. Bei den Gesprächen wurde die Bedeutsamkeit der Lehrgänge von allen Teilnehmern herausgestellt, jugendlichen Schaustellern eine sinnvolle Schaustellergewerbe-bezogene Erfüllung ihrer Berufsschulpflicht und gleichzeitig eine berufliche Weiterbildung zu ermöglichen. Dabei sei es wichtig, so die Teilnehmer, dass die Schülerinnen und Schüler die üblichen schulischen Regeln, wie regelmäßiges, pünktliches Erscheinen, aktive Teilnahme am Unterricht inklusive Vor- und Nachbereitung sowie das Unterlassen aller den Unterricht störenden privaten Aktivitäten einhielten, um so einen effektiven Unterricht für alle gewährleisten zu können. Verstoßen Teilnehmerinnen und Teilnehmer gegen diese Regeln, wie leider immer wieder vorgekommen, gefährden sie den Erfolg und die Zukunft von BEKOSCH in erheblicher Weise.

Der "Runde Tisch" benennt darum hiermit noch einmal in aller Konsequenz die geltenden und ohne Ausnahme anzuwenden Regeln der allgemeinen Schulordnung. Bei Nichtbeachtung sind Disziplinarmaßnahmen die Folge: Bei wiederholten Störungen des Unterrichts werden die Betreffenden vom Unterricht ausgeschlossen und mit einer Mitteilung an das örtliche Schulamt nach Hause geschickt. Dies hat zur Folge, dass die Störer ihrer gesetzlichen Berufsschulpflicht ganzjährig – das heißt während der laufenden Saison (!) – an ihrer örtlichen Berufsschule nachkommen müssen und somit den Schaustellerberuf nicht regulär ausüben können! Die Schaustellerverbände richten deshalb einen dringenden Appell an die Jugendlichen, das eigens für ihre schaustellerspezifischen Interessen zugeschnittene BeKoSch-Programm mit der notwendigen Ernsthaftigkeit und Disziplin wahrzunehmen!

Einzelne Unterrichtsstörer gefährden mit ihrem Verhalten das Privileg aller Jungschausteller, außerhalb der Saison Schaustellergewerbe-bezogenen Blockunterricht zu besuchen und während der Saison ihre Plätze zu bespielen. Denn die BeKoSch-Programme sind eine Sondermaßnahme, die den Schaustellerjugendlichen von den Schaustellerverbänden in Zusammenarbeit mit den Behörden eigens ermöglicht wird. Der "Runde Tisch" einigte sich zudem darauf, den Unterricht noch schaustellerrelevanter und anspruchsvoller zu gestalten, damit sich keiner der Schülerinnen und Schüler unterfordert fühlt und stört. Um die Kommunikation zwischen Schülern und Lehrern weiter zu verbessern, wollen die Herner Berufskollegs zusätzlich zum bisherigen Online-Auftritt eine "Facebook-Seite“ ins Leben rufen, um die Interaktion zwischen den Schülern sowie den gegenseitigen Austausch von Informationen zu fördern.