Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




Barrierefreiheit auf Volksfesten und Weihnachtsmärkten

Das Thema Barrierefreiheit wird auch für die Volksfeste und Weihnachtsmärkte zukünftig eine immer wichtigere Rolle spielen. Auf Einladung des Deutschen Schaustellerbundes trafen sich Experten am 25. September in Berlin zu einem Meinungsaustausch.

Gesprächsrunde zum Thema Barrierefreiheit in der DSB-Hauptgeschäftsstelle. Foto: DSB

Gesprächteilnehmer in der Hauptgeschäftsstelle waren Sabine Tekir und Thomas Dinges vom Arbeitsstab des Behindertenbeauftragten der Bundesregierung, der Vorsitzende Andreas Bethke und Geschäftsführer Klemens Kruse vom Bundeskompetenzzentrums für Barrierefreiheit, Markus Brinker, Mitarbeiter des Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverbandes e.V., Stefan Kasper, Leiter der Abteilung Fliegende Bauten beim TÜV Süd, sowie DSB-Vizepräsident Klaus Wilhelm, Bundesfachberater Fritz Heitmann jun. und Hauptgeschäftsführer Frank Hakelberg.

Einig waren sich alle Beteiligten, dass – wie es die Vertreter der Behindertenverbände klar formulierten – für die behinderten Menschen ein „größtmöglicher Anspruch auf Teilhabe am Erlebnis Volksfest bzw. Weihnachtsmarkt“ bestehen müsse.

Die DSB-Vertreter betonten, dass Barrierefreiheit im Sinne von „Wege zum und auf dem Volksfest zu ebnen“ technisch umsetzbar und nicht zuletzt vor dem Hintergrund des demografischen Wandels geboten sei. Veranstalter und Schausteller würden in den nächsten Jahren immer mehr dafür Sorge tragen müssen, älteren und in ihrer Mobilität eingeschränkten Menschen die Wege zu erleichtern und alle Generationen auf den Familienfesten gleichermaßen willkommen zu heißen. Jedoch könne, so der DSB, die undifferenzierte Forderung nach barrierefreien Geschäften bzw. Fahrgeschäften erhebliche Risiken bergen. Die Teilnehmer sprachen sich dafür aus, dass bei den Veranstaltern von Volksfesten – also zumeist den Kommunen – ein Problembewusstsein dafür entwickelt werden müsse, hier zu einer differenzierteren Betrachtungsweise zu gelangen. Klare Sprachregelungen, Definitionen bzw. auch Nutzungsbedingungen könnten ein Weg zu mehr Rechtssicherheit und Verlässlichkeit sein.