Deutscher Schaustellerbund e.V.

die Berufsspitzenorganisation für das Schaustellergewerbe




173. Hauptvorstandssitzung in Oldenburg

Vom 12. bis 13. November 2009 trafen sich die Vorsitzenden der DSB-Mitgliedsverbände in Oldenburg zur 173. Hauptvorstandssitzung.

Blick ins Plenum

Zu Beginn der Arbeitstagung begrüßte Oldenburgs Oberbürgermeister Gerd Schwandner die Teilnehmer. Er verwies in seinem Grußwort auf die kulturelle und wirtschaftliche Bedeutung der Oldenburger Volksfeste. Präsident Albert Ritter dankte dem Oberbürgermeister für die gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Silberstreif am Horizont im Gewerbe erkennbar
Präsident Albert Ritter und Hauptgeschäftsführer Helmut Gels berichteten über die Gespräche, die der Deutsche Schaustellerbund auf europäischer, Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene in den vergangenen Monaten geführt hat. Zu den Ergebnissen und Entwicklungen des Schaustellergewerbes sagte Präsident Ritter: "Im Gewerbe gibt es zwar nicht strahlenden Sonnenschein, aber einen Silberstreif am Horizont." Vor allem das veränderte Freizeitverhalten in der Bevölkerung sei ein Grund dafür, dass die Menschen wieder verstärkt die heimischen Volksfeste besuchen, statt ihr Geld beispielsweise in Fernreisen zu investieren.
DSB fordert generelle Erlaubnis im Gaststättengewerbe
Das Mittelstandsentlastungsgesetz (MEG) bildete einen Themenschwerpunkt in Oldenburg. Das Gesetz soll den Schaustellerbetrieben vor allem Vereinfachungen, wie beispielsweise den Wegfall der Gestattung für das Reisegaststättengewerbe, verschaffen. In den Bundesländern gibt es jedoch zurzeit durch Erlasse und Anordnungen gegenläufige Entwicklungen. Der DSB hat in diesem Zusammenhang bereits vor Monaten die Bundesländer aufgefordert, das MEG rasch anzuwenden (siehe auch Kommentar von Hauptgeschäftsführer Gels) und überlegt, notfalls entsprechende rechtliche Schritte zu einzuleiten.
Präsident Ritter und Hauptgeschäftsführer Gels informierten weiterhin über den aktuellen Stand zu den Themen Privatisierung von Volksfesten, Sofortmeldung von Aushilfskräften, Bildungsprojekte, Anerkennung der Volksfeste als immaterielles Kulturgut, Sicherheit von Fahrgeschäften, Klagen auf Standplatzzuweisung sowie Messewesen.
Vizepräsident Klaus Wilhelm informierte den Vorstand über die Entwicklung der Umweltzonen und legte dem Plenum eine aktuelle Auflistung aller Umweltzonen vor, aus der hervorgeht, dass man von einer einheitlichen Regelung auf Bundesebene noch weit entfernt ist. Der Arbeitskreis fliegende Bauten hat das Angebot für die Ausnahmeregelung von Baupapieren für Verkaufsstände von 45 auf 75 Quadratmeter erweitert. Hauptgeschäftsführer Gels erklärte hierzu, dass die Landesbauminister jedoch noch nicht über eine Genehmigung dieses Punktes entschieden hätten. Zu erwarten sei aber eine Entscheidung entsprechend der Vorlage. Zum Thema Überlängengenehmigungen und einer Möglichkeit für eine Dauergenehmigung sagte Vizepräsident Wilhelm: "Hier gibt es noch keine praktikable Lösung. Der zuständige Fachminister konnte noch keine Unterstützung zusagen, da das neue computergestützte Genehmigungssystem noch nicht erprobt ist."
Delegiertentag 2010 in Düsseldorf
Der 61. Delegiertentag des Deutschen Schaustellerbundes vom 19.-21. Januar 2010 steht unter dem Motto "Volksfeste-Kultur erleben". Vizepräsident Lorenz Kalb gab einen Überblick über den aktuellen Stand der Vorbereitungen. Im Namen des gastgebenden Schaustellerverbandes Düsseldorf e.V. lud der 1. Vorsitzende Bruno Schmelter herzlich zum großen Schaustellertreffen in die nordrhein-westfälische Landeshauptstadt ein. Buchungsinformationen: http://business.duesseldorf-tourismus.de/schausteller_delegiertentag.html
Zum Themengebiet Marketing betonte Vizepräsident Michael Hempen, dass man mit der Kampagne "Wir machen Freizeit zum Vergnügen!" und den hierfür entwickelten Marketingartikeln auf dem richtigen Weg sei. Die Resonanz bei den Besuchern der Volksfeste zeige dies deutlich.